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Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien

Zur Geschichte

Die Syrisch-Orthodoxe Kirche (SOK) von Antiochien gehört zu den ältesten Kirchen der Welt. Sie geht auf den Apostel Petrus zurück, der als ihr erster Patriarch gilt. Ihre Heimat ist das Grenzgebiet zwischen der Türkei, Syrien, Irak, Iran und dem Libanon. In der Liturgie der SOK wird bis heute Aramäisch gesprochen, die Sprache Jesu.
In den ersten Jahrhunderten ging eine rege Missionstätigkeit von der SOK aus. Ihr Einflussbereich umfasste einst ganz Asien. Insbesondere im 4. Jahrhundert wurden viele syrischorthodoxe Klöster gegründet, die zum Teil bis
heute erhalten sind. Die SOK hat bedeutende Theologen, Historiker, Dichter und Gelehrte hervorgebracht. Sie waren ein Bindeglied zwischen Abendland und Orient vor allem in der Blütezeit der arabischen Kultur.

Verfolgung und Auswanderung

Die SOK ist immer wieder grausam verfolgt worden, zunächst von anderen Kirchen, im ausgehenden 13. Jahrhundert dann durch mongolisch-islamische Fanatiker. Am Ende des vorigen Jahrhunderts nahmen die Verfolgungen wieder entsetzliche Züge an. Ihren Höhepunkt erreichten sie 1915 mit der Deportationen von Millionen Christen aus ihrem Stammland durch die Türken. Nach zwei großen Auswanderungswellen ist die alte Heimat inzwischen von Christen fast verwaist und in die Hände muslimischer Kurden übergegangen, so dass es kein Zurück mehr gibt.

 
 
 
 
 
 
 
 
Siegel der Syrisch-Orthodoxen Kirche
 

Die Situation in Berlin

Zur Zeit gibt es etwa 150.000 syrisch-orthodoxe Christen in Europa. 1997 wurde eine eigene Erzdiözese für Deutschland gegründet, in der heute etwa 55.000 syrisch-orthodoxe Christen in 42 Gemeinden leben. In Berlin leben etwa 2.500 syrisch-orthodoxe Christen, die sich auf der Gemeinden aufteilen. An ökumenischen Veranstaltungen in dieser Stadt nehmen sie regelmäßig teil. Sie haben den Wunsch, ihr kulturelles Erbe zu bewahren und zugleich ihre Eingliederung in die Gesellschaft hier zu vollziehen. In diesem Zusammenhang übertragen sie Teile der syrisch-orthodoxen Liturgie sowie Lehrbücher in die deutsche Sprache, um ihre Glaubensinhalte der Generation, die hier geboren und aufgewachsen ist, vermitteln zu können. Außerdem möchten sie den Kulturaustausch zwischen syrisch-orthodoxen Einwohnern und anderen gesellschaftlichen Gruppen dieser Stadt fördern.

Kontakt:
Syrisch-orthodoxe Kirche von Antiochien
St. Ludgeruskirche ·
Potsdamer Straße 94, 10785 Berlin

Von der Internetseite des Ökumenischen Rats Berlin-Brandenburg

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