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Daniel Ernst Jablonski – Theologe, Prediger, Ökumeniker

Vor 350 Jahren, am 20. November 1660 wurde Daniel Ernst Jablonski, Sohn des reformierten Predigers in Memel und Senior der böhmischen Brüder-Unität im polnischen Exil, Peter Figulus (Jabloni), geboren. Jablonskis Großvater mütterlicherseits war der Theologe und Pädagoge Johann Amos Comenius, der die Reste der alten Brüder-Unität in das polnische Exil, nach Lissa (Leszno) geführt und so vor der vollkommenen Zerstörung durch den Habsburgischen Hof bewahrt hatte. Jablonski studierte Theologie, u. a. in Oxford, wurde Rektor des von seinem Großvater gegründeten Gymnasiums in Lissa, schließlich reformierter Hofprediger am brandenburgisch-preußischen Hof in Königsberg und Berlin und (wie sein Großvater und sein Vater) Senior (d. h. Bischof) der Brüder-Unität. Verheiratet war er mit Barbara Fergushil, der Tochter eines nach Polen geflohenen schottischen Kaufmannes, reformierten Bekenntnisses. Jablonski zählt zu den Gründervätern der Brandenburgischen Sozietät der Wissenschaften, deren Präsident er (nach dem Tode von Leibniz) wurde. Seine kirchenpolitischen und theologischen Bemühungen galten der Schaffung einer Union aus Reformierten und Lutheranern. Jablonski starb am 25. Mai 1741 in Berlin. Sein Nachfolger im Amt des Seniors wurde Johann Theophil Elsner, der Begründer unserer Gemeinde. Es gibt also viele Gründe, sich des Wirkens von Daniel Ernst Jablonskis zu erinnern.

Daniel Ernst Jablonski. Kupferstich von Johann Georg Wolffgang (1662–1744) nach Friedrich Wilhelm Weidemann (1668–1750)
[aus Wikipedia]

 

 


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