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„Sie haben ja nie offen …“

Der Tag des offenen Denkmals am 9. September 2012 in unserer Gemeinde

„Sie haben ja nie offen …“, sagte eine ältere Dame, die in den 1950er Jahren in der Bethlehems-gemeinde eingesegnet worden war. Seit Jahren wollte sie sich gern einmal wieder den Kirchsaal ansehen. Doch immer wenn sie daran vorbeikam, war er geschlossen. Als sie in der „Berliner Woche“ entdeckte, dass die Bethlehems-gemeinde beim Tag des offenen Denkmals teilnimmt, machte sie sich auf den Weg zu ihr und brachte Fotos und Geschichten von früher mit. Auch interessierte Neu-Rixdorfer, Gemeindeglieder der Evangelischen Brüdergemeine sowie Personen, die mehr über die böhmischen Geschichte Rixdorfs erfahren.

 

Südwestgiebel des Gemeindehauses

wollten, nutzten die Gelegenheit zur Besichtigung unserer Kirche und zum Gespräch. Aber nicht nur die Möglichkeit sich vor Ort über die Geschichte, sondern auch über die Gottesdienstpraxis der reformierten Gemeinden informieren zu können, wurde von den Besuchern gern genutzt. So erkundigte sich beispielsweise ein Mann über den Psalmengesang bei den Reformierten, von dem er gelesen hatte. Daraus entwickelte sich ein Gespräch über den Gemeindegesang in den reformierten Kirchen und über den reformierten Kirchenkreis Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Insgesamt lässt sich eine sehr positive Bilanz des Tags des offenen Denkmals ziehen. Fast 40 Interessierte besuchten unsere Kirche. Wir freuen uns bereits jetzt auf die anregenden Gespräche beim nächsten Tag des offenen Denkmals. 

Anett Kolaschinsky

 

Ein Grund, warum unser Gemeindehaus unter Denkmalschutz steht ist seine eigenwillige Dachform: ein sog. Bohlenbinderdach, für das statt der teuren Langhölzer billiges Krummholz verwendet werden konnte – eine Dachform, die der preußische Architekt David Gilly Ende des 18. Jhs. förderte und die großes handwerkliches Geschick erforderte. 

Günther Matthes

 

 

 

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