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Verabschiedung von Pfarrer Krebs (15.12.2013)

Kühl ist es, aus tiefgrauen Wolken rieselt ein schwacher Regen hernieder. Luft zum Frösteln und die Kälte dringt in alle Poren. Vermutlich spiegelt das Wetter die Empfindungen vieler, die an diesem dritten Adventssonntag in die Bethlehemskirche am Richardplatz kommen. Denn der Anlass, weshalb sich nicht nur Gemeindeglieder, sondern eine ganze Reihe von Gästen hier einfinden, ist nicht eigentlich ein Grund zur Freude. Zwar handelt es sich nicht um einen endgültigen Abschied. Aber auch die Verabschiedung eines Pfarrers, der über viele Jahre das Wort Gottes verkündet, Menschen in Freud und Leid begleitet und das Gesicht der Gemeinde tief geprägt hat, lässt eher etwas wehmütige Gedanken aufkommen. Freilich, in dem festlichen Gottesdienst ist wenig von düsteren Empfindungen zu spüren. Adventslieder und eine strahlende Musik wärmen, die Worte des Vorsitzenden des Reformierten Kirchenkreises, Pfr. Dr. Kaiser, geben der Dankbarkeit für die Jahre Ausdruck, in denen Pfr. Dr. Krebs in der Bethlehemsgemeinde tätig war, aber auch in der Landeskirche als Geistlicher Moderator der reformierten Theologie eine klare Stimme verliehen hat.
Dankbarkeit und Freude bestimmen denn auch den kleinen Empfang im Gemeindehaus, den das Presbyterium gemeinsam sehr gut vorbereitet hat. In den Grußworten erinnert man sich des reformierten Pfarrers, der die Kontakte zu christlichen Gemeinden unterschiedlichen Bekenntnisses gesucht und gepflegt hat, des engagierten Synodalen, des persönlichen Freundes ebenso wie des Predigers und Seelsorgers.


Pfarrer Bernd Krebs mit den Presbytern
Godeke von Bremen und Michael Weichenhan

Das Bild, das Godeke v. Bremen im Namen des Presbyteriums überreicht und eindringlich erläutert, stellt vor Augen, was in dieser oder jener Weise an diesem Nachmittag viele bewegt: Das „Schwarze Quadrat“ von Kasimir Malewitsch erscheint zunächst dunkel und undurchsichtig, ja bedrohlich wie die ungewisse Zukunft. Es beginnt etwas Neues, für die Gemeinde wie auch für Dr. Krebs. Doch bei näherem Hinsehen bricht durch das Schwarz der weiße Hintergrund hervor. Und was nur als dunkel erscheint, erweist sich als die Fülle der Möglichkeiten: Schwarz enthält, so deutete Malewitsch selbst, alle Farben. Deshalb ist das Bild ein Symbol der Freiheit und der Hoffnung. Am Abend gehen alle auseinander in dem Wissen, dass es ein schöner und wirklich adventlicher Nachmittag gewesen ist. 

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