Willkommen | Willkommen im Begegnungs-Café

Willkommen im Begegnungs-Café

Der Herbst ist da, und unserem Garten steht der Winter bevor. Damit es nicht bei einem nur aus der ersten Begeisterung geborenen, sporadischen Treffen bleibt, haben wir beharrlich an dem Treffen festgehalten und inzwischen ist es zu einer regelmäßigen Begegnung mit einigen Flüchtlingsfamilien geworden. Die Geflüchteten und wir sehen uns regelmäßig alle 14 Tage dienstags in der Zeit von 15.00  – 17.00 Uhr im Jugendkeller der Brüdergemeine in der Kirchgasse 10.
Zeitnah zu den Treffen gibt es zwischen den Hauptamtlichen einen Vorbereitungskreis. Zu Beginn des Nachmittags werden die geflüchteten Menschen (Frauen, Männer, Kinder) in ihrer Unterkunft abgeholt. Manchmal können wir erst gegen 15.30 Uhr mit dem Kaffee trinken beginnen. Aber schnell wird es dann lebendig und fröhlich. Die Kinder fahren in dem geräumigen, gut ausgestatten Keller Skateboard, die Größeren kickern mit ihren Vätern oder den Pastoren, die Frauen und Kleinkinder sitzen beieinander und stricken oder häkeln.
Es gibt Familien, insbesondere aus Afghanistan und dem Irak, die Farsi sprechen. Englisch ist eher die Ausnahme.
Aber es ist erstaunlich, wie gut es klappt, wenn wir nur mit Gebärden und Mimik kommunizieren. Die heranwachsenden größeren Kinder, die hier bereits zur Schule gehen, können auch schon übersetzen.

Die iranischen Christen (Farsi), die schon im Garten dabei waren, gehen inzwischen auch auf die Neuankömmlinge zu. Es wird Gitarre gespielt, gesungen, und da können wir Heimischen nur staunen. Pastor White von der iranischen Gemeinde ist bei den Treffen jeweils aktiv anwesend.
Nun, nachdem wir uns bereits drei Mal im Jugendkeller – und davor in unserem Garten – getroffen haben und der Anfang gemacht ist, fehlt es vor allem an Zeitspendern. Bisher sind von unserer Gemeinde Frau Beggerow (Schlosskirchengemeinde Köpenick) und Frau Hage (Bethlehemsgemeinde) regelmäßig dabei. Kuchen- und Sachspenden (vielleicht einfache Brett- und Legespiele) wären schön. Zur Zeit benötigen wir vor allem Nadelspiele und Sockenwolle (wir wollen Wintersocken stricken). Andere Wollreste und Handarbeitsutensilien sind herzlich willkommen.
Schon einmal haben wir – sicher unter ganz anderen Gesichtspunkten –Menschen in unsere Gesellschaft integriert. Wir dachten seinerzeit, wir hätten Arbeitskräfte angeheuert, doch es waren Menschen gekommen. Dieses Mal ist es ungleich dramatischer und sicher auch schwieriger, die vor Krieg und Elend geflüchteten Menschen – überwiegend muslimischen Glaubens –in unsere Gesellschaft einzubinden, aber vergessen wir nicht: Es sind Menschen gekommen, die es verdient haben, sichtbar gemacht zu werden. Wir sollten ihnen auf Augenhöhe begegnen.

Gisela Hage

Die nächsten Termine sind:
Dienstag, 7. Februar 2017, 14.30
Diebstag, 21. Februar 2017, 14.30
Dienstag, 7. März 2017, 14.30
Dienstag, 21. März 2017, 14.30
Jugendkeller der Ev. Brüdergemeine,
Kirchgasse 14–17, 12043 Berlin

Zurück